Neue Google Ads Kampagnen planen und einrichten – SEA-Anleitung für Einsteiger
Google ist mit einem Marktanteil von knapp 90 Prozent weiterhin die mit Abstand meistgenutzte Suchmaschine in Deutschland. Für Unternehmen bleibt Google Ads deshalb einer der wichtigsten Kanäle, um potenzielle Kunden genau dann zu erreichen, wenn diese aktiv nach Produkten, Dienstleistungen oder konkreten Lösungen suchen.
Einfach Anzeigen zu schalten, reicht allerdings nicht aus. Wirtschaftlich erfolgreich wird Google Ads erst durch das Zusammenspiel aus sauberem Conversion-Tracking, sinnvoller Kampagnenstruktur, passenden Suchanfragen, relevanten Anzeigen und einer Gebotsstrategie, die zu den Geschäftszielen passt.
Dieser Beitrag zeigt Schritt für Schritt, worauf Sie beim Planen und Einrichten einer neuen Google Ads-Suchkampagne achten sollten.
Google Ads – So richtet man eine neue Kampagne optimal ein!
So nutzt man Google Ads Werbung für sein Unternehmen mit Erfolg – TL;DR 😊
Eine erfolgreiche Google Ads-Kampagne beginnt mit einem klaren Werbeziel und sauber eingerichtetem Conversion-Tracking. Darauf aufbauend werden Kampagnen und Anzeigengruppen sinnvoll nach Leistungen, Produkten oder Regionen strukturiert und mit möglichst relevanten Keywords sowie passenden Landingpages verknüpft.
Für die Anzeigen sind heute vor allem „responsive Suchanzeigen“ relevant. Unterschiedliche Anzeigentitel, Beschreibungen und zusätzliche Assets wie Sitelinks, Anrufmöglichkeiten oder Standortinformationen geben Google genügend Material, um möglichst passende Anzeigenkombinationen auszuspielen.
Kurz gesagt: Gute Google Ads entstehen nicht durch möglichst viele Klicks, sondern durch das Zusammenspiel aus sauberem Tracking, durchdachter Struktur, hoher Relevanz und konsequenter Optimierung auf die gewünschten Geschäftsergebnisse.
SEA mit Google: Die Google Ads-Auktion
Bei einer Google-Suche können Werbeanzeigen an unterschiedlichen Stellen rund um die organischen Suchergebnisse erscheinen. Wo und ob eine Anzeige ausgespielt wird, entscheidet Google für jede Suchanfrage neu.
Grundlage dafür ist eine Anzeigenauktion. Sobald eine Suchanfrage grundsätzlich zu einer Google Ads-Kampagne passt, ermittelt Google, welche Anzeigen für eine Auslieferung infrage kommen und in welcher Reihenfolge sie angezeigt werden.
Dabei gewinnt nicht automatisch der Werbetreibende mit dem höchsten Gebot. Google berechnet für jede Auktion einen Anzeigenrang. In diesen fließen unter anderem das Gebot beziehungsweise die verwendete Gebotsstrategie, die Qualität und Relevanz von Anzeige und Landingpage, der Wettbewerb in der jeweiligen Auktion, der konkrete Suchkontext sowie die erwartete Wirkung der verwendeten Assets (Anzeigenerweiterungen) ein.
Dadurch kann eine besonders relevante Anzeige auch dann eine bessere Position erreichen, wenn ein Wettbewerber grundsätzlich bereit wäre, mehr für einen Klick zu bezahlen.
Bei Suchanzeigen fallen in der Regel erst Kosten an, wenn ein Nutzer tatsächlich auf die Anzeige oder ein kostenpflichtiges Anzeigen-Asset klickt. Wie hoch der tatsächliche Klickpreis ausfällt, hängt von der jeweiligen Auktion und der verwendeten Gebotsstrategie ab.
Dieser Blogbeitrag im Podcast: Google Ads richtig einrichten – Anleitung für Einsteiger
Diesen Blogbeitrag haben wir auch als Podcast-Episode veröffentlicht. Bei Apple Podcasts, Podigee, Deezer und auf Spotify sind wir mit unserem Podcast „Happy Optimizing“ aktiv. Möchten Sie sich den Beitrag lieber anhören, dann nutzen Sie den folgenden Play-Button oder abonnieren Sie uns auf der Podcast-Plattform Ihrer Wahl 😉
Der Google Ads Qualitätsfaktor als Diagnosehilfe
Google Ads zeigt für geeignete Keywords im Keywords-Bericht einen Qualitätsfaktor (Quality Score) zwischen 1 und 10 an. Der Wert hilft Werbetreibenden dabei einzuschätzen, wie relevant und hilfreich Anzeigen und Landingpages im Vergleich zu denen anderer Werbetreibender sind.
Wichtig ist dabei eine häufig missverstandene Unterscheidung: Der im Google Ads-Konto angezeigte Qualitätsfaktor selbst wird nicht für die Anzeigenauktion verwendet. Er ist vielmehr ein Diagnosetool, mit dem sich mögliche Schwächen bei Keywords, Anzeigen und Landingpages erkennen lassen.
Der Qualitätsfaktor setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
- Voraussichtliche Klickrate: Wie wahrscheinlich ist es, dass Nutzer die Anzeige anklicken?
- Anzeigenrelevanz: Wie gut passen Anzeige und Suchintention zum Keyword?
- Nutzererfahrung mit der Landingpage: Wie relevant und hilfreich ist die Zielseite für den Nutzer?
Die Echtzeitbewertungen dieser Qualitätsmerkmale spielen wiederum sehr wohl eine Rolle bei der Google Ads-Auktion. Deshalb lohnt es sich, schlechte Bewertungen einzelner Komponenten genauer zu untersuchen.
Google Ads Qualitätsfaktor verstehen
Tipps für einen hohen Google Ads Qualitätsfaktor
Diese fünf Punkte tragen zum Erreichen eines hohen Google Ads Quality Score bei:
- Bauen Sie Anzeigengruppen nach klaren Themen und Suchintentionen auf.
- Formulieren Sie Anzeigen, die unmittelbar zur jeweiligen Suche passen.
- Kommunizieren Sie konkrete Leistungen, Vorteile und Alleinstellungsmerkmale.
- Verlinken Sie auf diejenige Landingpage, die das beworbene Angebot am besten beantwortet.
- Achten Sie auf schnelle, verständliche und mobil gut nutzbare Zielseiten.
Der Qualitätsfaktor sollte dabei nicht um seiner selbst willen optimiert werden. Für den wirtschaftlichen Erfolg einer Kampagne sind letztlich Conversions, Conversion-Werte und die dafür entstehenden Kosten entscheidend.
Im folgenden Video bringt Ihnen unser Google Ads-Experte Sven Deutschländer die grundlegende Funktionsweise der Google Ads-Auktion. Aus max.CPC-Gebot und dem Echtzeit-Qualitätsfaktor wird ein Anzeigenrang berechnet. Und nur mit einem hohen Anzeigenrang hat Ihre Google Ads-Anzeige eine Chance darauf, in der Suchergebnisseite platziert zu werden:
Das Google Ads-Konto einrichten
Die Einrichtung eines Google-Ads-Kontos ist kostenfrei. Verwenden Sie dafür idealerweise ein dauerhaft geschäftlich verwaltetes Google-Konto und sorgen Sie dafür, dass die benötigten Verantwortlichen Zugriff auf das Werbekonto besitzen.
Je nach vorhandener Infrastruktur können anschließend weitere Google-Dienste und Datenquellen angebunden werden. Dazu gehören beispielsweise Google Analytics und – für lokal agierende Unternehmen – das Google Unternehmensprofil.
Solche Verknüpfungen erweitern die Möglichkeiten zur Analyse und Kampagnen-Steuerung. Noch wichtiger ist jedoch die Einrichtung einer zuverlässigen Erfolgsmessung!
Conversion-Tracking für Google Ads einrichten
Bevor Sie nennenswertes Werbebudget investieren, sollten Sie festlegen, welche Aktionen für Ihr Unternehmen tatsächlich als Erfolg gelten. Typische Conversions sind beispielsweise:
- ein abgesendetes Kontaktformular,
- ein qualifizierter Telefonanruf,
- eine Terminbuchung,
- eine Bestellung,
- eine Registrierung oder
- ein anderer geschäftlich relevanter Lead.
Google Ads unterscheidet dabei zwischen primären und sekundären Conversion-Aktionen. Primäre Aktionen können für die automatische Gebotsoptimierung verwendet werden. Sekundäre Aktionen dienen vor allem der Beobachtung und Analyse.
Prüfen Sie deshalb vor dem Kampagnenstart nicht nur, ob das Tracking technisch funktioniert, sondern auch, ob Google tatsächlich auf jene Aktionen optimiert, die für Ihr Unternehmen geschäftlich relevant sind.
Gerade im Leadgeschäft lohnt sich außerdem die Überlegung, spätere Offline-Ergebnisse – beispielsweise qualifizierte Leads oder tatsächliche Vertragsabschlüsse – wieder an Google Ads zurückzugeben. So lernt das System nicht nur, wer ein Formular absendet, sondern welche Leads tatsächlich wertvoll sind.
Google Ads-Kampagnen sinnvoll strukturieren
Google-Ads-Konten haben eine recht flache Struktur. Das übergeordnete Element im Konto-Aufbau wird Kampagne genannt. Einer Kampagne sind Anzeigengruppen untergeordnet. Jede Anzeigengruppe enthält einige Keywords, dazu passende Anzeigentexte und Assets (die auch immer wieder Anzeigenerweiterungen genannt werden).
Google Ads: Konto-Struktur mit Kampagnen und Anzeigengruppen
Die Kampagne ist eine zentrale Steuerungsebene in Google Ads. Hier werden unter anderem Budget, Gebotsstrategie, Conversion-Ziele und geografische Ausrichtung festgelegt.
Eine eigene Kampagne ist deshalb insbesondere dann sinnvoll, wenn sich Bereiche bei diesen Einstellungen unterscheiden sollen, weil einzelne Leistungen ein eigenes Budget erhalten, in anderen Regionen beworben oder auf andere Geschäftsziele optimiert werden. Hier ein paar Beispiele, um dies zu verdeutlichen:
- Lokal agierende Unternehmen entscheiden sich oft für nur eine Kampagne mit einer bis fünf Anzeigengruppen.
- Größere Unternehmen führen für allgemeine Begriffe (Fitnessstudio Bonn) eine „Allgemeine Kampagne“, für Werbung speziell auf die eigene Marke (Fitnesszentrum Müller Bonn) eine „Marken-Kampagne“ und für besondere Angebote (Aerobic-Kurse Bonn) eine „Angebote-Kampagne“. Jede dieser Kampagnen enthält wieder eine bis fünf Anzeigengruppen.
- Filialbetriebe mit räumlich weiter voneinander entfernten Betriebsstätten entscheiden sich eher für regionale Kampagnen (Kampagne Bonn, Kampagne Düsseldorf). Jede dieser Kampagnen enthält eine bis fünf thematisch identische Anzeigengruppen.
Innerhalb einer Suchkampagne werden also thematisch zusammengehörige Keywords und Suchintentionen in Anzeigengruppen gebündelt. Anzeigen, Assets und Landingpages sollten möglichst genau zu diesen Themen passen.
Auch eine Trennung von Marken-Suchanfragen und generischen Suchanfragen kann sinnvoll sein, wenn beide Bereiche separat gesteuert und ausgewertet werden sollen.
Eine allgemein gültige Zahl von Kampagnen oder Anzeigengruppen gibt es nicht. So detailliert wie nötig, so einfach wie möglich ist heute meist die sinnvollere Leitlinie.
Welche Kampagnen-Struktur für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, lässt sich im Team am besten entscheiden – oder mit der Agentur, die das Konto für Sie aufbaut.
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10 Tipps für Ihr Google Ads-Konto, um kein Budget zu verschwenden

In der Werbung mit Google Ads stecken für kleine und mittelständische Firmen so viele Vorteile, die sich kein Unternehmen entgehen lassen sollte. Bei unbedachter Einrichtung und falscher Konto-Pflege wird aber unnötig Budget verschwendet. Wo solche Budgetfresser stecken, zeigt dieser Ratgeber detailliert – jetzt Download anfordern!
Keywords hinzufügen – Welche Suchanfragen passen wirklich zu unserem Angebot?
Versetzen Sie sich bei der Keyword-Recherche in Ihre potenziellen Kunden: Was würde jemand tatsächlich bei Google eingeben, wenn er Ihr Angebot sucht?
Für unser Bonner Fitnessstudio können beispielsweise „Fitnessstudio Bonn“, „Fitnesscenter Bonn“ oder konkretere Suchanfragen rund um einzelne Kurse interessant sein.
Allgemeine Begriffe wie „Fitness“ besitzen dagegen eine wesentlich breitere und weniger eindeutige Suchintention. Das bedeutet allerdings nicht, dass breitere Keywords grundsätzlich ungeeignet sind. Ob sie wirtschaftlich funktionieren, hängt unter anderem von der Gebotsstrategie, den Conversion-Daten, dem Suchvolumen und Wettbewerb und der Keyword-Option ab.
So kann es also zu Beginn sinnvoll sein, Keywords möglichst eng zu einzubuchen – gerade dann, wenn Budgets begrenzt sind. Am Ende hängt es aber von der Suchintention und Geschäftsrelevanz ab, wie breit man Keywords wirken lässt.
Google Suggest hilft bei der Keywords-Recherche
Tools für die Keyword-Recherche nutzen
Gerade die automatische Vervollständigung in der Google-Suche (Google Suggest) kann für die Keyword-Recherche wertvolle Ideen liefern. Die dort angezeigten Vorschläge basieren unter anderem auf tatsächlichen Suchanfragen, aktuellen Trends, Sprache und Standort.
Die Vorschläge sind jedoch keine Rangliste der meistgesuchten Keywords und liefern auch keine verlässlichen Angaben zum Suchvolumen.
Die Recherche mit diesen Vorschlagslisten von Google kann allerdings langwierig sein. Deshalb haben sich Tools etabliert, die eine Keywords-Recherche komfortabler machen. Sie basieren auf den Google-Vorschlagslisten, weshalb sie Suggest-Tools genannt werden:
Auch bei Google Ads findet man Hilfe. Unter Tools > Planung finden wir im Google Ads System den Keyword-Planer. Mit ihm kann man auf Basis der bis hierher schon selbst ermittelten Keywords „Neue Keywords entdecken“.
Achtung: Wählen Sie nur jene Keywords-Vorschläge aus, die sehr gut zur geplanten Google Ads-Werbung passen. Sie werden feststellen, dass der Keyword-Planer viele nicht wirklich passende Vorschläge unterbreitet – diese unbedingt ignorieren.
Doch – er liefert neben Keyword-Ideen auch Informationen zu Suchvolumen, Wettbewerb und möglichen Klickpreisen – das macht ihn wertvoll. Auch Google Trends kann die Recherche sinnvoll ergänzen. Entscheidend bleibt jedoch immer die Frage, ob eine Suchanfrage zur tatsächlichen Leistung und zur gewünschten Zielgruppe passt.
Keywords- und Anzeigengruppen-Übersicht erstellen
Alle recherchierten, passgenauen Keywords für die Google Ads-Werbung tragen wir nun in einer übersichtlichen Excel-Datei zusammen. Die hier abgebildete Datei zeigt anschaulich eine schön zusammengestellte Konto-Kampagnen-Struktur:
Google Ads: Raster für Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Struktur
Schauen Sie sich die Konto-Kampagnen-Struktur des Fitnesszentrums Müller aus Bonn in aller Ruhe an. Sehen Sie, wie themen-zentriert die Keywords für jede Anzeigengruppe ausgewählt worden sind? So muss das sein 😉
Achten Sie darauf, unnötige Keyword-Dopplungen zwischen Kampagnen und Anzeigengruppen zu vermeiden. Überschneidungen sind technisch möglich und nicht grundsätzlich falsch, können die Steuerung und Auswertung eines Kontos aber unnötig kompliziert machen.
Sinnvoller ist eine Struktur, bei der möglichst klar erkennbar ist, welche Anzeigengruppe für welche Suchintention zuständig ist!
Neue Google Ads Kampagne erstellen
Bleiben wir beispielhaft bei Herrn Müllers Fitnesszentrum in Bonn. Herr Müller hat sich für eine Kontostruktur mit drei Kampagnen entschieden und möchte nun die erste Kampagne einrichten – die „Allgemeine Kampagne“ mit Keywords wie „Fitnessstudio in Bonn“.
Überall im Google Ads-Konto finden sich runde blaue „+“-Button, mit denen Herr Müller ein neues Element im Google Ads-Konto anlegen kann. Bei Klick auf das PLUS-Symbol in der Kampagnen-Übersicht öffnet sich der Dialog, mit dem sich die neue Kampagne einrichten lässt.
Tipps für die Google Ads Kampagnen-Erstellung
In den Einstellungen einer Google Ads-Kampagne lauern ein paar Fallstricke. Manche Einstellungen sind für Neulinge nicht einfach zu verstehen. Andere können – falsch ausgewählt – wahrlich kontraproduktiv sein.
8 Tipps, um den Fallstricken in der Google Ads Kampagnen-Einrichtung zu entgehen:
- Einen verständlichen Kampagnennamen vergeben
Benennen Sie Kampagnen so, dass auch andere Kontonutzer sofort erkennen, was beworben wird. Region, Produktbereich oder Brand-/Non-Brand-Unterscheidung können sinnvolle Bestandteile sein.2. Den Kampagnentyp „Suche“ bewusst auswählen
Wenn Sie Menschen erreichen möchten, die aktiv nach Ihren Produkten oder Leistungen suchen, ist eine SUCHE-Kampagne der passende Ausgangspunkt.3. Zusätzliche Werbenetzwerke bewusst prüfen
Für einen klar auswertbaren Start kann es sinnvoll sein, eine neue Suchkampagne zunächst auf die eigentliche Google-Suche zu konzentrieren. Das Display-Netzwerk oder die Suchnetzwerk-Partner sollten nicht nur deshalb aktiviert bleiben, weil Google sie anbietet, sondern bewusst getestet und ausgewertet werden.4. Standorte präzise auswählen
Beschränken Sie die Werbung auf jene Regionen, in denen Sie tatsächlich Kunden gewinnen möchten. Prüfen Sie dabei auch die erweiterten Standortoptionen: Je nach Geschäftsmodell kann es einen großen Unterschied machen, ob Menschen sich tatsächlich in Ihrer Zielregion befinden oder lediglich Interesse an diesem Standort gezeigt haben.5. Die neue automatische Sprachauswahl berücksichtigen
Seit September 2026 stellt Google die Sprachsteuerung von SUCHE-Kampagnen schrittweise um. Die bis dahin geltende Spracheinstellung auf Kampagnenebene entfällt. Google berücksichtigt unter anderem die Sprache der Suchanfrage und der Anzeigen, um passende Anzeigen auszuwählen. Umso wichtiger ist es, Anzeigen und Landingpages konsequent in den Sprachen bereitzustellen, in denen Sie Kunden ansprechen möchten.6. Mit einem realistischen durchschnittlichen Tagesbudget planen
Teilen Sie das von Ihnen geplante Monatsbudget durch 30,4 – so berechnen Sie das durchschnittliche Tagesbudget. Beachten Sie: Google kann bei den meisten Kampagnen an einzelnen Tagen bis zum Doppelten dieses durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben. Über einen Abrechnungsmonat hinweg greift aber eine Grenze von 30,4-mal dem durchschnittlichen Tagesbudget. Ob 5, 10, 20 oder 100 Euro pro Tag sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt unter anderem von Klickpreisen, Wettbewerb, Region, Conversion-Rate und den Geschäftszielen ab.7. Die Gebotsstrategie am Geschäftsziel ausrichten
„Klicks maximieren“ ist nicht automatisch die beste Strategie für eine neue Kampagne. Wenn zuverlässiges Conversion-Tracking vorhanden ist, können beispielsweise „Conversions maximieren“, Ziel-CPA, „Conversion-Wert maximieren“ oder Ziel-ROAS besser zu einem Lead- oder Umsatzziel passen. Seit Juni 2026 stellt Google die Benennung einiger Smart-Bidding-Strategien um. Ziel-CPA und Ziel-ROAS erscheinen zunehmend wieder als eigenständige Bezeichnungen. An der zugrunde liegenden Funktionsweise ändert sich dadurch zunächst nichts.8. AI Max nicht ungeprüft übernehmen
Bei neu erstellten SUCHE-Kampagnen ist das Feature „AI Max“ standardmäßig aktiviert. Prüfen Sie deshalb bewusst, ob Sie Suchanfragen-Abgleich, Textanpassung und die Erweiterung der finalen URL verwenden möchten. Mehr Automatisierung kann zusätzliche Reichweite und Conversions erschließen – verlangt aber sauberes Conversion-Tracking und eine regelmäßige Kontrolle der tatsächlich ausgelösten Suchanfragen und verwendeten Landingpages.
Alle anderen Punkte in den Kampagnen-Einstellungen kann man wie voreingestellt belassen und am Ende der Seite auf „Speichern“ klicken.
Erste Anzeigengruppe mit optimalen Anzeigentexten
Nochmal zurück zu Herrn Müller vom oben erwähnten Fitnesszentrum Müller in Bonn. Er muss nach dem „Durchlaufen“ der Google Ads Kampagnen-Einstellungen jetzt seine erste Google Ads Anzeigengruppe anlegen. Auch dieser gibt er einen für jedermann leicht verständlichen Namen.
Es folgt die Eingabe des zuvor recherchierte Keywords-Sets für diese Anzeigengruppe. Bitte dabei unbedingt an die Keyword-Optionen denken. Soll wirklich nur dann eine Anzeige ausgeliefert werden, wenn nach Spinning-Kursen in Bonn gesucht wird, dann das Keyword in eckigen Klammern einbuchen:
[spinning kurse bonn]
= genau passend (Exact Match)
Exact Match bietet die stärkste Kontrolle. Eine Anzeige kann allerdings nicht nur bei exakt derselben Wortfolge erscheinen, sondern auch bei Suchanfragen mit derselben Bedeutung oder Suchintention.
Sollen auch erweiterte Suchanfragen die Anzeige auslösen, zum Beispiel: Spinning-Kurse Bonn-Beuel (sofern das passt) oder aber: Guter Spinning-Kurs in Bonn, dann mit Anführungszeichen einbuchen:
„spinning kurse bonn“
= passende Wortgruppe (Phrase Match)
Phrase Match erweitert die mögliche Reichweite. Anzeigen können auch bei Suchanfragen erscheinen, deren Bedeutung das Keyword einschließt und um zusätzliche relevante Aspekte ergänzt wird.
Keywords ohne Eingrenzung zu verwenden, kann dazu führen, dass auch bei vielen weniger relevanten Suchanfragen eine Anzeige geschaltet wird – „auf Verdacht“, zu Testzwecken. Bei einem arg begrenzten Budget tun solche Tests, die auch zu (teuren) Klicks führen können, aber weh:
spinning kurse bonn
= weitgehend passend (broad match)
Broad Match erlaubt Google also die größte Reichweite. Dabei können neben dem Keyword unter anderem Landingpage-Inhalte, weitere Keywords der Anzeigengruppe und zusätzliche Nutzersignale berücksichtigt werden.
Broad Match ist deshalb nicht grundsätzlich „gut“ oder „schlecht“. In Kombination mit „Smart Bidding“ und belastbaren Conversion-Daten kann es zusätzliche relevante Nachfrage erschließen.
Bei kleinen Budgets und wenig Daten sollte diese zusätzliche Reichweite allerdings besonders aufmerksam kontrolliert, ggf. auf sie verzichtet werden.
Ausschluss-Keywords nicht vergessen (Negative Keywords)
Mindestens genauso wichtig wie passende Keywords sind auszuschließende Keywords. Damit verhindern Sie, dass Anzeigen bei offensichtlich irrelevanten Suchanfragen erscheinen.
Kontrollieren Sie nach dem Kampagnenstart regelmäßig den „Suchbegriffsbericht“. Dort sehen Sie, bei welchen tatsächlichen Suchanfragen Ihre Anzeigen ausgeliefert wurden. Unpassende Begriffe können ausgeschlossen, neue relevante Suchintentionen dagegen für die weitere Kampagnenoptimierung genutzt werden.
Responsive Suchanzeigen für Google Ads SUCHE
Die Erzeugung einer Anzeige für die Google Suchergebnisseiten basiert auf sogenannten responsiven Suchanzeigen.
Eine solche responsive Suchanzeige funktioniert wie ein Repository, ein Speicherplatz für Anzeigentitel und Textzeilen. Bis zu 15 Anzeigentitel und bis zu 4 Textzeilen (Beschreibungen) können hinterlegt werden. Beim Ausliefern der Anzeigen kombiniert Google diese ganz unterschiedlich miteinander. Ziel: Die wirkungsvollsten Kombinationen werden ermittelt.
Welche Kombinationen am besten funktionieren, kann unter dem Link „Asset-Details aufrufen“ nachgeschaut werden, der sich in der Übersicht mit allen Anzeigen unter jeder responsiven Suchanzeige befindet. Die Kombinationen haben dort einen eigenen Reiter (neben Assets).
Google Ads: Responsive Suchanzeigen geben Anzeigeneffektivität an – weniger wichtig als gedacht
7 Tipps für das Befüllen einer responsiven Suchanzeige für Ihre Google Ads Anzeigengruppen:
- Bedenken Sie stets, dass Anzeigentitel und Beschreibungen in beliebiger Reihenfolge erscheinen können. Die hinterlegten Textphrasen dürfen also nicht zwingend inhaltlich aufeinander / nacheinander aufbauen.
- Verteilen Sie die Keywords Ihrer Anzeigengruppe in den Anzeigentiteln der responsiven Suchanzeige. Sorgen Sie mit den Texten der Anzeigentitel für eine hohe Relevanz zu den Keywords, auf die Sie Ihre Anzeige ausrichten.
- Erstellen Sie so viele unterschiedliche Anzeigentitel wie möglich. Je mehr Anzeigentitel Sie in der responsiven Suchanzeige eingeben, desto mehr Kombinationsmöglichkeiten sind verfügbar. Die Idee: Alle Argumente können zu relevanten Anzeigen zusammengestellt werden. Kombinationen mit hoher Leistung werden häufiger ausgespielt.
- Erwähnen Sie in den Anzeigentiteln und den Beschreibungen der responsiven Suchanzeige die Vorzüge Ihrer Produkte oder Dienstleistungen. Erläutern Sie, für welche Probleme Sie eine Lösung anbieten, oder weisen Sie auf Ihre Versandoptionen hin.
- Erstellen Sie auch Anzeigentitel, die unterschiedliche Call-to-Action-Texte enthalten.
- Es kann sinnvoll sein, die Anzeigentitel mit den Top-Keywords der Anzeigengruppe an Position 1 anzupinnen. So wird dafür gesorgt, dass das auslösende Keyword stets ganz vorn in der Anzeigen-Überschrift steht. Auch Anzeigentitel und Beschreibungen, die zum Beispiel als rechtliche Hinweise oder mit bestimmten Markenbotschaften zwingend erscheinen sollten, bedürfen des Pinnings.
- Nutzen Sie die „Anzeigeneffektivität“ als Hinweis – nicht als Erfolgskennzahl. Google bewertet damit unter anderem die Zahl, Vielfalt und Keyword-Relevanz der hinterlegten Text-Assets. Die Bewertung kann deshalb hilfreiche Hinweise für die Erstellung einer Anzeige geben. Ob die Anzeige wirtschaftlich erfolgreich ist, zeigen aber erst reale Leistungsdaten wie Conversions!
Nach der Fertigstellung der responsiven Suchanzeige ist die erste Anzeigengruppe in der neuen Google Ads-Kampagne vollständig. Ist alles richtig gemacht, startet die Anzeigenschaltung nun vollkommen automatisch – und zwar sehr zeitnah binnen weniger Minuten. Eine Anzeige für unsere E-Mail-Marketing Agentur-Services sieht dann so aus:
Google Ads Anzeige mit Logo, Unternehmensname, Anzeige-URL, Überschrift und Textzeilen
Dieser Blogbeitrag im Podcast: Google Ads richtig einrichten – Anleitung für Einsteiger
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Assets ergänzen responsive Suchanzeigen
Assets (auch immer noch als Anzeigenerweiterungen bezeichnet) erweitern Google Ads-Anzeigen um zusätzliche Informationen und Interaktionsmöglichkeiten. Je nach Asset-Typ können beispielsweise weitere Links, Telefonnummern, Bilder, Preise, Unternehmensinformationen oder Standortangaben erscheinen.
Welche Assets Google bei einer konkreten Suchanfrage tatsächlich ausspielt, wird für jede Auktion neu entschieden. Nicht jedes hinterlegte Asset erscheint deshalb bei jeder Anzeigenimpression.
Sinnvolle und relevante Assets erhöhen die Informationsdichte einer Anzeige und geben potenziellen Kunden zusätzliche Möglichkeiten, direkt mit Ihrem Unternehmen oder bestimmten Inhalten Ihrer Website zu interagieren. So sieht eine solche Google Ads-Anzeige mit Assets (Erweiterungen) aus:
Google Ads Anzeige mit Assets (Anzeigenerweiterungen)
Zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung dieses Beitrags gibt es 14 Asset-Typen + Überschriften + Textzeilen. Einige dieser Erweiterungen seien hier vorgestellt:
Google Ads Anruferweiterung für Anzeigen
Mit dem Anruf-Asset lässt sich die Telefonnummer des Unternehmens beifügen. Auf Smartphones wird sie als Telefonsymbol dargestellt – mit einem Klick wird ein Telefonat ausgelöst. Auf Desktop-Bildschirmen wird die Telefonnummer inklusive Vorwahl angezeigt.
Zwei wichtige Hinweise für die Einrichtung der Google Ads-Anruferweiterung:
- Aktivieren Sie Anrufberichte, wenn Telefonkontakte über Google Ads nachvollzogen werden sollen. Google kann dafür Weiterleitungsnummern verwenden und unter anderem Anrufdauer und Zeitpunkt erfassen.Legen Sie fest, ab welcher Gesprächsdauer ein Anruf für Ihr Unternehmen als Conversion gelten soll. Der sinnvolle Grenzwert hängt vom Geschäftsmodell und vom typischen Ablauf eines qualifizierten Kundengesprächs ab (z. B. 30 Sekunden, 60 Sekunden, 90 Sekunden).
- Wenn Ihr Unternehmen nicht rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist, sollten Sie das Anruf-Asset außerdem auf die tatsächlichen Servicezeiten beschränken. Stellen Sie bei der Einrichtung unter „Erweiterte Optionen“ > „Zeitplan hinzufügen“ die passenden Zeiten ein!
Sie haben noch Fragen oder benötigen kurz Beratung?
Dann schreiben Sie bitte eine Nachricht an unseren Online-Marketing-Experten Sven Deutschländer. Sven meldet sich so schnell als möglich bei Ihnen!
Google Ads Standorterweiterung für Anzeigen
Verfügt Ihr Geschäft über eine „physisch“ besuchbare Adresse, die in Google Maps gelistet ist? Dann binden Sie die Firmenanschrift in Ihre Google Ads-Anzeigen ein. Bei Klick auf die Adresse wird der Google Nutzer zu Google Maps geleitet. Dort kann er die Routenplanung verwenden, um das Ladengeschäft aufzusuchen.
Zwei wichtige Hinweise für die Einrichtung das Google Ads Asset:
- Checken Sie vorab die Richtigkeit aller Firmen-Angaben im Google Unternehmensprofil (Google Business Profile – GBP).
- Sollte es mehrere Unternehmensprofile geben, dann filtern Sie bei der Verbindung von Google Ads und Google Business Profile nach dem Unternehmensnamen, dessen Adresse in den Anzeigentexten erscheinen soll.
Google Ads Sitelinks für Anzeigen
Mit diesem Asset werden zusätzliche Links zu Ihrer Website unter den eigentlichen Anzeigentext eingebunden. Die Darstellung dieser Links variiert.
Mal sind es drei, vier Textlinks nebeneinander auf einer Zeile. Ein andermal können es zwei Spalten mit je zwei oder drei Zeilen Textlinks untereinander sein. Und dann sind bei Suchanfragen nach dem Firmennamen sogar erweiterte Sitelinks mit kleinen Kurzbeschreibungen je Textlinks möglich.
Zwei Hinweise für die Einrichtung der Google Ads Sitelinks:
- Fügen Sie unter dem Linktext immer die zwei Zeilen Beschreibung hinzu, auch wenn die Beschreibung nur selten angezeigt wird.
- Für Sitelinks die zeitlich befristete Inhalte enthalten, bitte Start- und Enddatum bzw. eine Zeitplan hinzufügen!
Google Ads Seminar für Fortgeschrittene
Sie nutzen Google Ads bereits erfolgreich. Sie wollen aber mehr!
Die Inhalte dieses Seminar-Workshops starten ganz kurz mit einem Check der Basics und machen Sie dann fit für die gesamte Bandbreite der Werbung mit Google – Conversion-Messung und -Optimierung inklusive.
Im Laufe dieses eintägigen Google Ads-Seminars für schon erfahrene Nutzer:innen von Google Ads gehen wir zu Beginn die Grundlagen noch einmal kurz durch.
In unterhaltsamer und leicht verständlicher Weise wird Ihnen danach die intensive Optimierung bestehender Kampagnen in der Google Suche sowie die Ausweitung der SEA-Maßnahmen auf YouTube, Shorts, Gmail und das Google Ads Display-Netzwerk nahe gebracht – Performance Max & DemandGen inklusive!
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Montag
3. November 2026
Google Ads Callouts (Zusatzinformationen)
Im Englischen hat die Google Ads Anzeigenerweiterung „Zusatzinformationen“ einen deutlich treffenderen Namen: Callouts.
Mit diesem Asset soll der Werbetreibende „herausschreien“, was ihn von seinen Konkurrenten unterscheidet. Es gilt also hier, die USPs des eigenen Geschäfts kurz und knackig auszuformulieren. Es steht hierfür eine Zeile zur Verfügung, die als Extrazeile an den Standard-Anzeigentext drangehängt wird.
Zwei Hinweise für die Einrichtung des Zusatzinformationen-Assets:
- In der Kürze liegt die Würze, auch wenn pro Callout maximal 25 Zeichen zur Verfügung stehen. Je kürzer der einzelne Callout, desto mehr können in der Extrazeile dargestellt werden.
- Bitte auch darauf achten, dass sich in den Callouts keine Argumente wiederholen, die schon im Anzeigentext oder anderen Assets stehen. Das wäre Platzverschwendung. Mein Tipp: Verwenden Sie hier „Marketing mit Zahlen“, zum Beispiel: 930+ Workshops * 25+ Jahre Erfahrung * 450+ positive Bewertungen.
Google Ads Snippet-Erweiterung für Anzeigen
Als strukturierte Callouts bezeichne ich ganz gerne dieses Google Ads Asset. Bei der Snippet-Erweiterung muss man eine oder mehrere zur Verfügung gestellte Kategorien (Kopfzeilentyp genannt) zur Bewerbung des eigenen Geschäfts auswählen.
Findet man eine oder mehrere passende Kopfzeilen-Kategorien, dann befüllt man diese mit seinen Unternehmensdetails. Zu den Standard-Kategorien zählen beispielsweise: Ausstattung, Dienstleistungen, Kurse, Marken, Modelle, Serien, Stile und Typen.
Zwei Hinweise für die Einrichtung der Snippet-Erweiterung:
- Wählen Sie nur Kopfzeilen-Kategorien aus, die inhaltlich sinnvoll nutzbar sind. „Missbrauchen“ Sie Kategorien, da es nichts wirklich Passendes in der Liste gibt, lehnt Google Ads die Freischaltung der Anzeigenerweiterung unter Umständen ab.
- Tragen Sie mindestens so viele „Werte“ zum ausgewählten Kopfzeilentyp ein, dass die hierfür erzeugte Extrazeile in den Google Ads-Anzeigen voll ausgenutzt wird!
Bild-Assets für Suchanzeigen
Mit Bild-Assets können responsive Suchanzeigen um visuelle Elemente ergänzt werden. Gerade bei Produkten, Dienstleistungen oder lokal sichtbaren Angeboten können geeignete Bilder zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen.
Verwenden Sie aussagekräftige, zum Angebot passende Motive und vermeiden Sie Bilder, die lediglich dekorativ wirken oder den eigentlichen Anzeigeninhalt nicht unterstützen.
Google Ads Preis-Asset für Anzeigen
Mit dieser Erweiterung können Unternehmen auch ohne Google Shopping-Anzeigen einzelne Produkte oder Dienstleistungen mit Preis, Kurzbeschreibung und Direktlink in Google Ads-Anzeigen einbinden.
Es gibt zahlreiche Geschäftsmodelle, die am Google Shopping-Programm per se nicht teilnehmen dürfen. Für sie ist es sogar die einzige Möglichkeit, strukturiert mit Preisen in Google Ads-Anzeigen zu werben. Benötigt werden ein Produkttitel, ein Preis (auch „ab“, „bis“ und „Durchschnitt“ sind möglich), eine Beschreibung und eine finale URL zur Produkt-Landingpage.
Zwei Hinweise für die Einrichtung dieser Anzeigenerweiterung mit Preisen:
- Damit das Google Ads Preis-Asset ausgespielt wird, müssen mindestens drei unterschiedliche Produkte mit Preis hinterlegt werden.
- Im Titel der Preiserweiterung darf nur ein Produkt oder eine Dienstleistung eingefügt werden. Werbetexte wie „Ausverkauf“ haben hierin nichts verloren und führen zur Ablehnung.
Mit weiteren Google Ads Assets …
- können Sie für Ihre Smartphone-Kunden-„App“ eine zusätzliche Werbemöglichkeit nutzen,
- wird es Kunden von kleinen Firmen ermöglicht, eine „Nachricht“ per SMS/Messenger über die Google Ads-Anzeigen zu verschicken,
- können große Marken-Hersteller alle Kaufhäuser anzeigen lassen, in denen ihre Produkte zu kaufen sind (Standort > Affiliates),
- lässt sich „Werbung“ für Angebote zu bestimmten Produkten direkt in den Google Ads-Anzeigen ausspielen und
- können Google-Nutzer direkt über ein „Lead-Formular“ ihre Kontaktdaten für einen Erstkontakt hinterlassen.
Nutzen Sie unbedingt alle sinnvoll einsetzbaren Anzeigenerweiterungen. Sie erhöhen die Klickwahrscheinlichkeit Ihrer Anzeigen und damit den Erfolg Ihrer gesamten Google Ads-Werbung in den Suchergebnisseiten.
Für (fast) alle Google Ads-Assets gilt zudem, dass Sie auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene hinzugefügt werden können. Es lassen sich immer Zeiträume, Wochentage oder Tageszeiten angeben, an denen die Erweiterungen sichtbar sein sollen.
Außerdem gilt stets, dass für einen Klick auf ein Google Ads Asset dieselben Kosten anfallen, wie für einen Klick auf den Anzeigentitel. Klicks auf Dropdowns oder das Bewegen von Karussells werden jedoch nicht in Rechnung gestellt.
Auch wichtig: Pro Anzeige und deren Assets können maximal zwei Klicks je Impression berechnet werden – egal wie viele Elemente einer Anzeige vom Google-Nutzer insgesamt verwendet werden, um sich umfassend über das Angebot eines Werbetreibenden zu informieren.
Letzter Tipp
Neben der reinen Werbung in der Google SUCHE kann sich das Werben im gesamten Netzwerk von Google sehr lohnen – neben der Google SUCHE gibt es da noch das DISPLAY-Netzwerk (für Bannerwerbung auf den Websites Dritter), YouTube, Gmail und Google Discover (personalisierter News-Feed auf Android-Smartphones).
Zwei Kampagnen-Formate, die dies möglich machen, bietet Google an: Performance Max und Demand Gen. Wie man solche Kampagnen einrichtet und optimiert für die eigene Website oder einen Onlineshop nutzt, zeigen wir in diesem Tutorial unseres YouTube-Kanals „Happy Optimizing“:
Sowohl das Tutorial hier im BLOG für Standard-Kampagnen zur Werbung in der Google SUCHE als auch das YouTube-Tutorial zu „Performance Max“-Kampagnen zeigt, dass die optimale Einrichtung einer Google Ads-Kampagne nicht so schwer ist wie man glaubt.
Fazit
Eine sauber eingerichtete Google Ads-Kampagne schafft die Grundlage für wirtschaftlich erfolgreiche Suchmaschinenwerbung – sie garantiert sie jedoch nicht.
Nach dem Start beginnt deshalb die eigentliche Optimierung: Kontrollieren Sie regelmäßig Suchbegriffe, Conversion-Daten, Kosten pro Conversion, Anzeigen und Assets, Budgets sowie die Qualität der gewonnenen Leads oder Verkäufe.
Gleichzeitig übernimmt Google Ads durch „Smart Bidding“ und Funktionen wie „AI Max“ immer mehr Aufgaben automatisch. Das macht gute Daten, klare Conversion-Ziele und regelmäßige Qualitätskontrollen wichtiger – nicht überflüssiger.
Am Ende zählt nicht, wie viele Klicks eine Kampagne erzeugt. Entscheidend ist, ob aus dem eingesetzten Budget profitable Umsätze, qualifizierte Leads oder andere relevante Geschäftsergebnisse entstehen!
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In der Werbung mit Google Ads stecken für kleine und mittelständische Firmen so viele Vorteile, die sich kein Unternehmen entgehen lassen sollte. Bei unbedachter Einrichtung und falscher Konto-Pflege wird aber unnötig Budget verschwendet. Wo solche Budgetfresser stecken, zeigt dieser Ratgeber detailliert – jetzt Download anfordern!